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Die Initiative „e-teaching-austria“ Content-Projekte und –Produkte in Richtung Bildungsportal
Initiativen zur Erstellung von elektronischem Content gibt es in letzter Zeit etliche (siehe Darstellung unten). Die Initiative „e-teaching-austria“ ist unter diesen Initiativen deswegen bemerkenswert, da sie direkt aus den Bedürfnissen betroffener Lehrender entstanden ist, die in verschiedenen Gegenstandsgruppen e-Learning-Materialien entwickeln wollen. Die Umsetzung in den Notebook-Klassen, in denen diese Lehrenden unterrichten, ist damit automatisch gewährleistet.
Unabhängig von der Initiative, die von der Firma Sattler ausgegangen ist (Ruth und Klemens Sattler; Mag. Klemens Sattler ist an der Höheren Graphischen Lehranstalt als Lehrender im Graphik-Design-Bereich tätig), werden hier einige grundsätzliche Hinweise über elektronischen Content gegeben.
A. Form der elektronischen Darstellung
A.1. Ein Angebot von elektronisch aufbereiteten Lerninhalten (Aufbau von „Wissenswelten“) kann folgende Formen annehmen:
• Weblektionen („Weblessons“, multimedial) mit entsprechender Systematik und mehr oder weniger interaktiven Elementen (als Online- und Offline-Produkte), die in gebräuchlichen elektronischen Lernumgebungen laufen.
• Spezielle Lernmodule (meist als Runtime-Systeme), die gegenstandsbezogene Lerninhalte in kompakter Form anbieten („Lernspiele“, „Planspiele“, „Simulationen“..). • Interaktive Tests und elektronische Abfragen;
• Webquests (enthalten gegenstandsbezogene Fragestellungen und Arbeitsaufträge). Alle diese Darstellungsformen sind sinnvoll und können gesammelt werden.
B. Zur Organisation von elektronisch aufbereiteten Lehrinhalten sind folgende Arbeiten im Gange:
• Definition eines konzisen Metadatensystems, nach denen die Inhalte angeordnet und gefunden werden können (LOM Learning Object Metadata-System des IMS-Consortiums www.imsglobal.org). Zwischenstand: Eine Dimension Schulart (Primär – Postsekundär-Bereich, Lehrerfortbildung extra), eine Dimension Lernfelder/Gegenstandsbereiche.
• Ansprechen von vorhandenen nichtkommerziellen „Pools“ (Bildungsserver in den Bundesländern; Virtuelle Schule; FUBB; Ergebnisse von Lehrgängen, Ergebnisse von Projekten wie „elearning in Notebook-Klassen“) und kommerziellen Produkten (Bitmedia, eLISA-Schulbuchverlage). Umgang mit den Schulbuchverlagen als gemeinsamen „Content-Provider“.
• Rahmenvertrag für Autoren- und Verwertungsrechte von bisher nicht kommerziell verwerteten elektronischen Contentprodukten. „Bundeshaftung“ für Inhalte und „undurchschaubare Quellen“.
• Sammlung von Good/Best-Practice-Arbeiten und Betreuung von e-Content- Projektgruppen wie beispielsweise
- Gegenstandsbezogene Bildungssoftware über das Bildungsportal www.bildung.at oder den Contentpool „virtuelle Schule“ www.virtuelleschule.at sowie internationaler „Education“-partner (z.B. das EUN-Schulnetz und den eSchola-Wettbewerb).
<nach oben>
- Die Unterstützung der Bildungsserver der Bundesländer (hervorzuheben wären die Contentplattformen von www.eduhi.at (Oberösterreich) und das Tiroler Bildungsservice.
- Die Erstellung von Weblektionen im Rahmen von ESF-Projekten (z.B. Fernunterricht in der Bildung Berufstätiger (FUBB) einschließlich Nützung einer Lernplattform).
- Die Zusammenfassung von elektronischen Lernsoftwareprodukten aus Lehrgängen und Kursen der Lehreraus- und –fortbildung (beispielsweise „Multimedia für Lehrer“ oder „Teleteachingtraining“ (Mailingliste; Ansprechpartner: Dr. Gerhard Hager, ghager@ccc.at ).
- Produkte von diversen Projektgruppen, e-learning-Schulentwicklung zu betreiben und dafür entsprechenden Content zu erzeugen (z.B. die Content-ARGEs der Notebook-Klassen), nunmehr als „e-teaching-austria“ in diesem hier vorgestelltem Projekt. - Wettbewerb „e-Content for Education“ (Wirtschaftskammer Österreich, Innovate – PIB-Wien, Bitmedia) Dezember 2003 – Mai 2003; Anmeldung unter www.bildung.at ab 15.12.2002 möglich.
- Am Institut für Organisation und Lernen, Uni Innsbruck (Univ.Prof. Peter Baumgartner) wird ein Projekt begonnen, Contentwerkzeuge und –plattformen mit Schulen gemeinsam zu erproben und auch Communitybuilding in West- und Südösterreich voranzutreiben (Nov. 2002 bis Ende 2003).
• Beurteilung von elektronischen Inhalten; Qualitätssicherung. Technische Übermittlung der elektronischen Lehrinhalte und Eingliederung in die Strukturen des Bildungsportals.
C. Rahmenregelung für Contentersteller
Lehrende, die e-Content erstellen, sind in zwei Kategorien einzuteilen:
• „Lehrbuchautoren“ mit fixer Bindung an Verleger und Publizisten – diese Gruppe braucht Rückkopplung für Entwicklungsarbeiten und didaktische „Versuchsmöglichkeiten“ (Beispiel: Dr. Wilding „Mathschoolhelp“ ist Autor und möchte nun mit Fragenkatalogen für nondirektiven e-Learning-Unterricht weiterarbeiten). Ein kleiner Pool von Projektmittel für Arbeiten, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Lehrwerken stehen, sollte hier zur Verfügung stehen.
• Interessierte Lehrende, die an den diversen Initiativen mitarbeiten, weil sie gerne mit ihren Schülern an e-Contentprojekten arbeiten.
Für beide Zielgruppen muss es befriedigende Lösungen geben. Die Initiative „e-teaching-austria“ wendet sich nun an beide Zielgruppen – bevorzugt an die zweite – und versucht, in vernünftigen Zeiträumen eine gute Flächendeckung über wichtige Gegenstände zu erreichen.
C. Dorninger, 6.12.02
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