17.12.2007

Digital Game Based Learning
Lange Zeit hat man die Computer- und Online-Spiele unserer Jugendlichen grundsätzlich mit Argwohn beobachtet. Umstrittene Spiele wie Counter Strike, aber auch unterhaltende wie die Sims oder durchaus lehrreiche wie Civilization haben uns Eltern nicht immer gleichgültig gelassen. Inzwischen wissen wir, dass die Beherrschung solcher Spiele nicht nur die Geschicklichkeit am Computer schult, sondern auch strategische und kooperative Fähigkeiten fördert, die im späteren beruflichen Leben in Form von Teamfähigkeit und Konfliktbewältigungs-Kompetenz zum Tragen kommen.
So gibt es einige Projekte, die solche Spiele in die Ausbildung integrieren und auf diesem Wege versuchen, die Kluft zwischen schulischer und medialer Lebensumwelt zu überbrücken. Univ.-Prof. Dr. Michael G. Wagner von der Donau-Universität Krems, Fachbereich Applied Computer Game Studies vom Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien hat in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology und der Universität Wien ein Projekt ins Leben gerufen, in dem einerseits das Potenzial des "Digital Game Based Learning" im schulischen Alltag ausgelotet werden soll, andererseits wieweit eine Verknüpfung der Schule an die mediale Lebensumwelt von Jugendlichen überhaupt praktikabel erscheint.
Das Projekt mit Beginn im Oktober 2007 soll über die Durchführung von Pilotversuchen unter wissenschaftlicher Begleitung bis zur Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen der Game City 2008 im September 2008 abgeschlossen sein.
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