eContent-Entwicklung - qualitativ und einfach
eContent, der flexibel und einfach veränderbar ist, SCORM-fähig und damit verwendbar in Lernplattformen und vor allem: nicht starr und unveränderlich vorgegeben, sondern individuell adaptierbar und so der jeweiligen Unterrichtssituation angepasst: dies sind die Wünsche der Unterrichtenden an zeitgemäße Autoren-Tools.
Führten frühere Schritte der Contententwicklung eher in Richtung umfangreicher Einheiten wie ganzer Stundenbilder (früher „Lerneinheit“), einer Wochengestaltung (früher „Lernsequenz“) oder gar eines Semesters („Kurs“), so geht die Entwicklung derzeit in die Gegenrichtung: die Sammlung kleiner, nicht weiter zerlegbarer Lerneinheiten (in Abstimmung mit der EU als „Assets“ bezeichnet) sowie die Erstellung minimaler Einheiten mit didaktischer Struktur (heute „Lernobjekt“ genannt) scheint sinnvoller und wird vermehrt, auch seitens der EU, gefördert.
Anfänglich vorgegebene Strukturen, wie eine Lerneinheit aufgebaut sein sollte, bekommen allerdings heute, gerade durch die Flexibilität der angebotenen „Bausteine“, wieder neue Bedeutung und können als wertvolle Hilfestellung bei der Entwicklung von eContent dienen. So sollte eine didaktisch sinnvolle Lerneinheit zumindest die folgenden Komponenten enthalten:
- Hinweis für den/die Unterrichtende
- Präsentationsmaterial für den/die Unterrichtende/n
- Manuskript/e für SchülerInnen
- Aufgabenstellungen für die SchülerInnen
- Wissensüberprüfung
Das bmukk war und ist immer wieder bemüht, Unterrichtende und Content- AutorInnen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Daher wird derzeit in Kooperation mit bitmedia, Knowledge Market, UMA, Universität Wien (BOC) und e-teaching-austria eine Software zur Contenterstellung entwickelt, die diesen aktuellen Wünschen seitens der Unterrichtenden Rechnung tragen soll: die Content-Engine.
Die Content-Engine vereint die Vorteile des Web 2.0 (browserseitig bedienbar, Plattform-unabhängig) mit den Erfahrungen aus der Contententwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte.
Das praktische künftige Autorentool enthält z.B. bewährte Komponenten wie einen integrierten Content-Creator, der bei Bedarf zur schnellen und unkomplizierten Erstellung eigener Lehrinhalte eingesetzt werden kann, importiert aber auch fast alle derzeit gängigen Formate von .doc über html bis .swf und hilft, diese in eine didaktisch sinnvolle und für den Unterrichtenden logische Struktur zu bringen. Dank der Funktion des SCORM-Exports können auf diese Weise entstandene Lehrinhalte leicht in die meisten derzeit verwendeten Lernplattformen übernommen und dort sinnvoll weiter eingesetzt werden.
Eine erste Präsentation dieser Entwicklung fand während der Bildung Online in Hall in Tirol statt. In einem Workshop am Freitag, dem 16. Mai 2008, von 14.00 - 18.00 Uhr wurden nicht nur die neuen Möglichkeiten der Content- Engine, sondern damit kombiniert neue Funktionen des Bildungspool Austria sowie als zusätzliches Tool der EduWeaver vorgestellt. Hier fand auch eine erste Bedarfserhebung statt und zusätzliche Wünsche seitens der Workshop-TeilnehmerInnen können so noch in die weitere Entwicklungsarbeit einfließen. Bei Interesse können Sie Ihre Zugriffsdaten hier anfordern:
>> content@it4education.at
(bitte Namen, Adresse und Schule angeben).
>> Info-Folder (pdf)