20.12.2009
Google Österreich berichtet
Dr. Karl Pall, Country Manager von Google Österreich war dieser Tage an der „Graphischen“ zu Gast und hat im „Weissraum“ der Abteilung Grafik- und Kommunikationsdesign über aktuelle Entwicklungen bei Google berichtet, Einblicke in zu erwartende Entwicklungen gegeben und Befürchtungen um den Datenschutz ausgeräumt.
Die zunehmende Demokratisierung der Produktionsmittel, bedingt durch günstigere Geräte und Speichermedien sowie leistungsfähige Breitband-Anbindungen ermöglichen inzwischen einem Großteil der Bevölkerung den Zugang zum Internet.

Google sieht seine Aufgabe darin, alle Informationen für jeden zugänglich und nutzbar zu machen – damit ist neuerdings auch die mobile Nutzung mit Hilfe von Apps für iPhone und Mobiletelefone gemeint. Bekannte Produkte wie der Google Kalender, die Google Cloud (Docs, Tabellen, etc.) oder die Geo-Applikationen (Google Earth) setzen dabei mit durchdachten Funktionalitäten und dauernden Verbesserungen auf den Langzeiteffekt.
„User first“ so der Leitspruch von Google, betont Dr. Pall, und Google sei sich bewusst „Deer have guns now“, d.h. die AnwenderInnen sind mündig, kritisch und können nur durch Qualität und gewissenhaft recherchierte, korrekte Informationen gewonnen werden.
Was ist der besondere Vorteil, z.B. beim Kauf oder bei der Informationssuche im Internet:
- Produkt (riesige Auswahl)
- Place (überall)
- Preis (Vergleich)
- Promotions (schnell)
Dies bedingt natürlich neue soziale Entwicklungen, auch im beruflichen Agieren: „Fast beating slow“, schnelles Reagieren, flexibles Handeln sind entscheidend. Wobei Einzelkämpfer immer weniger gefragt sind. Allianzen als Erfolgsfaktor, ein kompetentes Mitglied eines Teams zu sein, das führt heute zum Erfolg.
Erstaunt vernehmen wir: YouTube hat sich inzwischen zur weltweit größten Suchmaschine entwickelt. Denn nicht nur mittelmäßige Amateurvideos, sondern qualitativ hochwertige Produktinformationen und Gebrauchsanleitungen veranlassen immer mehr AnwenderInnen, bei YouTube gezielt nach hochwertigen und fundierten Informationen zu suchen.
In Zukunft werden Daten nach ihrem Ursprung klassifiziert werden müssen, um Redundanzen zu vermeiden. Ein Ende der Weiterentwicklungen von Suchmaschinen ist noch lange nicht absehbar. Immerhin haben alle erkannt: die UserInnen entscheiden – Folksonomy schlägt Taxonomy um Längen, Social Tagging ist das unschlagbare Mittel zur Klassifizierung und Suche.
Wovon nun lebt Google: nicht von unseren Webadressen, auch nicht von unseren persönlichen Inhalten. Zugriffe, Bewegungen und Trends werden beobachtet, genutzt, Einsichten daraus gewonnen, diese zielgerichtet eingesetzt. Kein Big Brother, sondern Smart Partner ...
Ruth Sattler
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