16.01.2007
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Teil 1: Notebookprojekte sind machbar. Mehr ... Teil 2: Erlebnisbericht eines Kollegen. Teil 3: Die Gründe, warum man Computer im Unterricht einsetzen sollte Mehr ... Teil 4: Wen gilt es zu überzeugen und mit welchen Argumenten? Mehr ...
Teil 5: FAQs Mehr ... |
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Teil 2: Erlebnisbericht eines Kollegen Martin Dunkl und Clemens Heider, Spezialisten für Corporate Design und Mitarbeiter in der ARGE-Kunst, in einer Unterrichtssituation.
Notebook-Unterricht im Kolleg Grafik- Design an der „Graphischen“ Ein kritischer Rückblick auf die ersten Semester „Lernarbeit“
Die Ausbildung der ersten Notebook- Kolleg- Klasse geht nun bald zu Ende und es ist Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen:
Aus der Sicht der Schüler: Nach erheblichen Einstiegsschwierigkeiten (- unsere schulinterne Einschulung war zu schnell und fachintensiv -) und einigen (- hausgemachten -) technischen Problemen im Hardware- Bereich (- „Druckererkennung“, multimedialer Einsatz, usw.-), haben sich die Schüler schnell an die Arbeitsbedingungen des Notebook gewöhnt und dieses Werkzeug bestens angenommen. Auf meine Fragen wurde oft mit „super“, „total gut“, „total perfekt“, oder mit ähnlichem Vokabular geantwortet. Die theoretische und praktische (- grafische-) Arbeit wird von den Schülern fast ausschließlich mit dem Notebook erledigt. Der Transport von der Wohnung in die Schule, in unterschiedliche Klassenräume und auch schon zu Kunden ist leicht und problemlos zu bewerkstelligen. Die Software funktioniert tadellos, rundum große Zufriedenheit!
Anmerkung: Die Erfahrung lehrt, dass der pädagogische Mehrwert (Verantwortung, Selbstorganisation, Erwerb von Schlüsselkompetenzen) zu diesem Zeitpunkt noch nicht in seinem tatsächlichen Ausmaß abzuschätzen war.
Aus der Sicht der Lehrer: Was die Technik betrifft funktioniert alles bestens: Die Programme funktionieren, Lernschritte lönnen gemeinsam ohne lästige technische Pannen schnell vollzogen werden. Das Notebook garantiert schnelles, funktionelles und überschaubares Arbeiten. Aus pädagogischer Sicht gibt es fast von allen Unterrichtenden einhellige Kritik: Bei einem Frontalvortrag „verstecken“ sich die Schüler gerne hinter ihren aufgeklappten Bildschirmen, der Kontakt von Mensch zu Mensch leidet, ist nicht mehr so wie früher. Der Lehrer hat oft das Gefühl zu "Notebooks" zu sprechen. Es ist auch im Einzelfall für den Unterrichtenden viel schwerer festzustellen, ob der Schüler auch bei „der Sache ist“ (- oder spielt, surft, usw. -).
Zum Thema Notebook von mir befragt waren sowohl Schüler als auch Lehrer einhellig der Meinung, dass dessen Einführung als modernes Kommunikations- und Gestaltungswerkzeug einen riesigen Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten Berufsausbildung darstellt. Diesbezüglich nur Lob! Diese neuen Ausbildungsbedingungen schaffen aber auch neue Situationen für SchülerInnen und Unterrichtende, die sich in unterschiedlichen gruppendynamischen Prozessen auswirken. Daher ist die oben angeführte Kritik sicher ernst zu nehmen und den neu entstandenen Problemen mit neuen Konzepten zu begegnen. Das problemlose Einsteigen unserer Schüler in die doch sehr komplexe Notebook-Software wäre wesentlich leichter, wenn die Computer- Vorkenntnisse im Pflichtschul- (Oberstufen-) Bereich ein zumindest annähernd einheitliches Niveau aufweisen würden. Auch die Unterrichtenden haben sich auf eine geänderte Unterrichtssituation einzustellen. Neue Sitz- und Arbeitsplatzordnungen könnten hier relativ leicht Abhilfe bei negativen gruppendynamischen Situationen schaffen.
Generell ist die Durchführung der ersten Notebook- Kolleg-Klasse an der Abteilung für Grafik-Design als überaus großer Erfolg zu sehen. Es wäre daher sehr wünschenswert (- und im Sinne einer qualitativ hochwertig ausgerichteten Berufsausbildung erforderlich-), möglichst rasch auch Notebook- Klassen in der Höheren Abteilung einzuführen, um auch dort den Schülern mit dem Werkzeug der Zukunft faire Berufschancen zu ermöglichen!
Wien, im Jänner 2003 Prof. Mag. N. C. Schröckenfuchs Klassenvorstand 3/4 Kolleg Grafik- Design
Anmerkung: inzwischen werden alle Klassen der Abteilung in Notebookklassen unterrichtet. |
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